jannine koch

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Aktuelles

 

JAHRESSCHAU Gelsenkirchener Künstlerinnen und Künstler

Die Ausstellung gibt Einblick in das Schaffen von 26 Künstlern, die in Gelsenkirchen geboren wurden, hier wohnen, arbeiten oder einer Gelsenkirchener Künstlervereinigung angehören.

16. November 2019 - 02. Februar 2020 // Kunstmuseum in der Alten Villa, Gelsenkirchen

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Vernissage: Freitag, 15. November // 19Uhr

 

DER OPTIMIERTE MENSCH

Anlässlich des "Jahres der Industriekultur" 2020 in Sachsen hinterfragt die Ausstellung das Verhältnis des Menschen zur Technik. Circa 50 Werke aus dem Bestand des Museums der Bildenden Künste Leipzig, ergänzt um Arbeiten zeitgenössischer Künstler offenbaren dabei mehrere Fassetten der industriellen Revolutionen mit der Intention, der Bildenden Kunst eine Katalysatorfunktion zuzusprechen.

12. Dezember 2019 - 01. März 2020 // Museum der Bildenden Künste, Leipzig

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Vernissage: Mittwoch, 11. Dezember // 18Uhr

 

Statement

Bereits seit meinem Studium weisen meine Arbeiten auf Leinwand einen starken Bezug zum tagespolitischen und gesellschaftlichen Geschehen auf. Die großen Zusammenhänge und Veränderungen der letzten Jahre wie z. B. die zunehmende Digitalisierung und Überwachung, aber auch militärische Auseinandersetzungen sowie die Folgen von Globalisierung beschäftigen mich sehr und sind Motor fast aller Bilder. Dass all diese Veränderungen für uns immer weniger greifbar und in hohem Maße fremdvermittelt sind, versuche ich in meinen Malereien formal umzusetzen und zu reflektieren. Leitmotivisch tauchen Pixel und Sprühfarbe auf, aber auch Schrift und Codes, Zahlen oder Raster finden Eingang in meine Bilder und fungieren als Metaphern einer von Technik bestimmten und kontrollierten Welt. Mich treibt der Wunsch an, Chiffren und Symbole für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden, in welcher sich unverrückbar geglaubte Werte und Vorstellungen verändern, auflösen oder für immer zerstört werden. Durch die Rückführung eines digitalen Bildes in die analoge Form der Malerei halte ich es an und werde die dargestellte Sache gewahr.

Neben Malereien entstehen seit 2010 kontinuierlich Zeichnungen und Radierungen. In meinen vorrangig schwarz- weißen Kohle- und Pastellzeichnungen setze ich mich seit vielen Jahren mit der Vorstellung von Raum und Skulptur auseinander. Dabei interessiert mich einerseits, durch sichtbare Korrekturen den zeichnerischen Prozess nachvollziehbar zu machen, andererseits durch die Überlagerung von Linien Bewegung zu suggerieren. In meinen Ätzradierungen hingegen beschäftigt mich seit vielen Jahren das schier unendliche Universum der Kartografie. Neben historischem Material dienen mir auch aktuelle Stadtpläne oder Grundrisse als formale Schatzkiste. Aus diesen entwickle ich technoide Wesen, Organismen oder imaginierte Welten und Weltensysteme.