jannine koch

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Aktuelles

IMPRESSIT (solo) 

26. September bis 25. Oktober 2026 // Kunstwerkstatt e.V., Freiburg im Breisgau

Eröffnung | Freitag, 25. September, 19.00 Uhr __ Margot Degand im Gespräch mit Jannine Koch

Preview während der "Nocture" (Nacht der Kunsthäuser) | Freitag, 18. September von 18.00 - 22.00 Uhr

Öffnungszeiten: Fr. 15.00 - 19.00 Uhr, Sa & So 14.00 - 18.00 Uhr

Die Wurzeln der heutigen Kunstwerkstatt Freiburg e. V., früher KünstlerWerkstatt L6 e.V. in Freiburg im Breisgau reichen bis 1975 zurück. Seit 1994 stellt die Adresse ein ausgewiesenes Forum für regionale, überregionale und auch internationale Künstlerdruckgrafik und Zeichnung dar. Neben einer Werkstatt, die sowohl für Nichtkünstler als auch Kunstschaffende offen steht, verfügt die Kunstwerkstatt auch über Ausstellungsräume. In diesen werden vorrangig überregionale Künstler:innen präsentiert, in deren Werk Druckgrafik einen besonderen Stellenwert einnimmt.

 

COMING UP

1.3. - 21.3.2027­ // Arbeitsstipendium der Aldegrever-Gesellschaft Münster, Künstlerhaus Hohenossig

20.6. - 1.8.2027­ // Hohenloher Kunstverein, Lauenburg (solo) __ Vernissage: 20.6., 11Uhr

1.8. - 19.9.2027 // Museum Kult, Vreden (group) __ Vernissage: 1.8.

4.9. - 18.9.2027 // Koblenzer Kunstverein (solo) __ Vernissage: 4.9., 20Uhr mit Improvisationen der "Composing Voices"

19.11.2027 - 6.2.2028 // Galerie der Stadt Backnang (solo) __ Vernissage: 19.11., 20Uhr

 

Filme und Porträts ______________________________________________________________

Hier gelangen Sie zu einem filmischen Porträt über mich, das 2025 anlässlich der KUNSTPREIS-Verleihung von Frank Bürgin

und seinem Team von Zeitlupe.tv angefertigt wurde.

Filmische Dokumentation // Ausstellung STATUS QUO // 2021

Einführung zur Ausstellung

Künstlergespräch

Landkarten, Stadtpläne, Radarbilder und Satellitenfotos üben eine große Faszination auf Jannine Koch aus. Die Draufsicht, der von oben auf die Dinge gerichtete Blick, der Naheliegendes erst sichtbar macht und neue Perspektiven auf Vertrautes ermöglicht, bietet der Künstlerin vielfältige Anknüpfungspunkte für ihre Arbeiten. Versatzstücke aus kartographischen Darstellungen oder Bilder aus dem Bereich der Überwachungstechnologie finden immer wieder Eingang in die Malerei und die Grafik der Absolventin der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst.

Im Werk von Jannine Koch stehen Malerei und Druckgrafik gleichberechtigt nebeneinander. Auch wenn es zu thematischen oder formalen Überschneidungen kommt, verfolgt die Künstlerin beide Stränge weitgehend unabhängig voneinander. In den Gemälden stehen vielfach (tages-)politische und gesellschaftsrelevante Themen wie digitale Kriegsführung, Cyber-Spionage oder die Veränderung von Lebensräumen im Vordergrund. In den Bildgrund eingefügte Schriftzüge, Zahlencodes oder Schaltpläne verweisen auf die beständig fortschreitende Technisierung und Digitalisierung unserer Lebenswelt. Die grafischen Arbeiten hingegen tragen ihren Inhalt wesentlich subtiler vor. Mit präzisen Linien und Formen scheint Jannine Koch ihre Umwelt regelrecht zu sezieren. Hierfür kombiniert sie kartographische Elemente mit der faszinierenden Welt der Insekten, woraus die sogenannten „Kerbtiere“ , Zwitterwesen aus Natur und Technik, entstehen. Diese werden wie in der Schauvitrine eines Insektenforschers in Rückenansicht wiedergegeben. Durch den Blick aus der Vogelperspektive deckt Jannine Koch unerwartete formale Analogien zwischen diesen sehr unterschiedlichen Themenfeldern auf.

Der stark segmentierte Körperbau der Panzertiere findet in den Raumfolgen der an einer zentralen Mittelachse gespiegelten Architekturentwürfe eine Entsprechung. Kopfkapseln, Greifwerkzeuge und Chitin-Panzer der Insekten entwickeln sich wie selbstverständlich aus den Planzeichnungen mittelalterlicher Festungsanlagen, barocker Kirchenschiffe oder klassizistischer Herrenhäuser. Während in der reduzierten Farbigkeit der Radierungen die einzelnen Elemente wie in einem biologischen Kompendium scharf umrissen und deutlich voneinander geschieden sind, verschmelzen die Bildebenen auf den Gemälden durch die Leuchtkraft der Eitempera-Malerei zu geheimnisvollen, technoid anmutenden Mischwesen.

Die in der Ausstellung „Status Quo“ versammelten Arbeiten aus unterschiedlichen Werkphasen ermöglichen einen umfassenden Einblick in das Schaffen der letzten Jahre.

Text und Kuratur: Simone Scholten_ Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr